Für Interessierte haben wir hier einige Bilder gesammelt um einen Eindruck von den Verlegearbeiten der LWL(=Lichtwellenleiter=Glasfaser)-Leerrohre zu bekommen. Grundsätzlich gibt es bei uns immer ein großes Leerrohr-Bündel in einer orangen Hülle zur Verbindung der einzelnen Verteilerkästen und ein  dünneres Leerrohrbündel bei dem die ebenfalls orange Hülle bei jedem Hausanschluss aufgeschnitten wird und eines der darin enthaltenen Leerröhrchen mit dem roten Leerröhrchen verbunden wird, das in die einzelnen Häuser geht.

Die Verlegungstiefe beträgt 70cm womit man über den meisten anderen Leitungen wie Strom, Wasser, Kanal, und Telefon zu liegen kommt.

In die Künette mit 70cm Tiefe kommen die beiden Leerrohrbündel und darauf eine Schicht Kabelsand. Danach Erde. Dann wird mit einem Stampfer verdichtet.

Das Kabelband mit der Aufschrift „Achtung Lichtwellenleiter“ liegt relativ seicht in ca. 40cm Tiefe.

Querungen von Straßen werden mit einer sogenannten „Erdrakete“ im Bodenverdrängungsverfahren „geschossen“. Das bedeutet, dass sich ein Presslufthammer in Form einer Rakete, an die hinten der Pressluftschlauch angeschlossen wird, langsam durch die Erde hämmert. Hier ein Beispiel in Youtube.

Die Hausanschlüsse werden mit einem einfachen roten, dünnen Leerrohr ausgeführt, das vom Rohrstrang ins Haus führt. Das ist mein Hausanschluss, der unter der Straße und dem Postkabel durchgeführt wurde. Wegen des zu querenden A1 Telekom -Kabels kam er relativ tief  heraus und wurde zur Haupttrasse hochgeführt.

Hier wird das kleinere Hausanschlussbündel geöffnet und das vorgesehene der hier 12 Leerrohre (in diesem Fall das weiße) an das rote zum Haus angeschlossen. Es hat sich immer als Vorteil erwiesen die Kabel sofort einzublasen. Wenn sie eine Abzweigung zu ihren Haus machen, aber noch nicht anschließen wollen, achten Sie darauf, dass Sie über der Muffe keine befestigte Oberfläche haben- wenn möglich.
In einer Ortschaft wurden erst 4 Jahre nach dem Verlegen der Leerrohre die Glasfasern eingeblasen und es kam bei einigen Muffen zu Problemen, wie mir berichtet wurde. Die Setzungen des Erdreichs brauchen die Muffen nur im Halbmillimeterbereich knicken oder ausziehen, schon kann es zu Problemen kommen. Man musste dann die frisch geteerten Einfahrten wieder aufreißen. Ich nehme an, dass die Baufirmen dafür geradestehen mussten, aber ärgerlich ist es jedenfalls, wenn der neue Asphalt vor der Haustür wieder aufgerissen wird.

Der Hausanschlussbund vom Kasten bei der Zufahrt Wurm endet bei mir, da die Brückenquerung zu eng ist. Die oberen Häuser werden von einem Kasten oberhalb angespeist.

Ebenfalls vor der Holzmühle musste der große Bund gestückelt werden. er besteht bei uns aus sieben Rohren, über die die Kästen in Maissen und im Hundsursch angespeist werden.

So werden die Verbindungen mit Kabelsand bedeckt und eingegraben. Daneben verläuft noch der Erder des A1 Telekom – Kabel. Beim LWL gibt es keinen begleitenden Band-Erder zum Blitzschutz u.ä., wahrscheinlich weil keine Metallteile verbaut werden.

 

 

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