Nach knapp 51/2 Jahren begann die Abrissplanung des Neubaus
Für die hübsche und passende Neugestaltung des Platzes aus dem Jahr 2014 gab es nach gut 5 1/2 Jahren schon wieder erste Abrisspläne seitens der Gemeinde. Grund dieser Maßnahme soll offiziell die unter Denkmalschutz gestandene Linde sein, die Ende 2019 gefällt werden musste. Warum ist man dann nicht hergegangen und hat eine neue Linde gepflanzt? Sind dann gleich wieder Baumaßnahmen von 138.000 € (incl. Hirschenstein) gerechtfertigt? Da entsteht der Eindruck von Planlosigkeit und noch schlimmer von Verschwendung.

Im Spätherbst des Jahres 2014 entstand auf Anregung von Martha Mandl und Johann Fessl der bestehende neue Platz, der mit viel Freude eröffnet wurde. Hier ein Bild der Eröffnung aus der Gemeindezeitung Dezember 2014: (volle Größe)

Was wird aus „Mitreden- Mitmachen-Mitbestimmen-„?
Entgegen der von der Gemeinde ausgegebenen Losung „Mitreden- Mitmachen- Mitbestimmen“ wurde diese Maßnahme im offenbar im Stillen schon ein Jahr lang vorbereitet und die Nachbarn anscheinend nur über die Umsetzung informiert, die wohl kurz bevor steht. Warum wurde das so gemacht? Weil man ohnehin nicht mit Zustimmung rechnete?

Vertreter des Gemeindebundes empfehlen jetzt nicht zu bauen!
Aufgrund der Materialknappheiten sind die Baupreise gut 40% höher  als in den letzten Jahren. Trotz Empfehlung verschiedener Gemeindebünde, im Moment keine Baumaßnahmen durchzuführen bzw. auf zu Eis legen (Empfehlung des Kärntner Gemeindebundes), ist unsere Gemeindeführung offenbar entschlossen diese touristische Inszenierung umzusetzen. Und das obwohl die Bauwirtschaft gerade überhitzt und jeder weitere öffentliche Auftrag in dieser Situation die Bauprojekte dadurch für den privaten Sektor zusätzlich teurer macht.

Warum werden darüber nicht alle Gemeindebürger informiert?
Immerhin sollen die Kosten der Inszenierung von allen Gemeindebürgern mitgetragen werden, trotzdem gab es nur eine knappe Information der Hirschenwieser über die fertigen Planungen. Die Bürger haben das Recht zu erfahren was mit ihrem Geld auf ihrem Gemeindegrund gemacht werden soll und vor allem haben sie das Recht zu erfahren was das alles kosten soll.

Kosten von 138.000€!
Anhand der vorhandenen Pläne haben Baufachleute geschätzt, dass diese hier geplante touristische Inszenierung ganz locker mehr als 100.000 € kosten wird, in der Gemeinderatssitzung wurde das gesamte Ausmaß der Kosten klar. Es sollen insgesamt 138.000€ für diese Tourismus-Inszenierung verbaut werden. Es umfasst landschaftsplanerische Arbeit, wieder Edelstahltafeln, große Baggerungen, Stein-, Pflasterarbeiten, usw. Darin sind auch die Kosten der Inszenierung des Hirschensteins enthalten, die in diesem „Projekt für die Hirschenwieser“ verpackt werden. Das sollen die Einwohner der Gemeinde bezahlen. Immerhin 55.200€ genehmigt sich das Projekt direkt vom Geld der Gemeindebürger und 82.800 dürfen die Steuerzahler über den Umweg von Förderungen bezahlen. Während ein Jugendfußballprojekt am Sportplatz mangels Interesse nicht verfolgt wird. Wozu?  Stellt sich die Frage, wenn der vorgebliche „Dorfplatz“ ohne Involvierung der Dorfleute als etwas Unbelebtes entsteht?

Warum wird kaum Rücksicht auf die Anrainer genommen?
Die Anrainer wurden nicht gezielt in die Planung involviert, fühlen sich sogar von den Entwürfen überfahren. Man findet auch keinen Mehrwert für die Hirschenwieser selbst in diesen Plänen. Dass der Platz wie in der Aussendung behauptet „schon im 19. Jahrhundert für die Hirschenwieser ein beliebter Treffpunkt war unter dem Motto: „Treff´ma uns beim Glockenstuhl“ kann wohl auch eher ausgeschlossen werden, gab es ihn ja erst Ende des 19. Jahrhunderts (erbaut 1895).

Das Grätzlfest 2019
Es gab aber ein wirkliches und wunderschönes Lebenszeichen der Hirschenwieser. Das 2019 veranstaltete Grätzlfest, war ein wunderbarer und gut gelungener Versuch die Menschen in diesem Ortsteil zu mobilisieren und zusammenzubringen. Es kehrt neues Leben ein in der Hirschenwies, ein schönes Fest, Freude und ein Miteinander entsteht, doch in den Plänen zum Platz gibt es darauf keinerlei Bezug. Der ist für Touristen.

Warum? Warum nicht einen Strom-, Wasser und Abwasseranschluss für zukünftige Feste oder vielleicht sogar eine kleine Kühlmöglichkeit mit Getränken und einer kleinen Kasse andenken, wie es andernorts hervorragend funktioniert. Klassische Motive bei uns sind nun einmal Naturstein und Holz. Um einen einladenden Platz zu erhalten, der zum gemütlichen Sitzenbleiben einlädt; und dazu ein schattenspendender, gleich groß eingesetzter, Baum. In Wahrheit stören die weiteren teuren ausufernden Inszenierungen nur die Harmonie.

Wir können uns nicht vorstellen, dass für die Neugestaltung des Hirschenwieser-„Dorfplatzes“ bei der Bevölkerung Verständnis aufkommt.
Soviel zum: „Mitreden- Mitmachen- Mitbestimmen“…

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